Mörderischer Lageralltag

Wer nicht gleich nach der Ankunft im Lager Auschwitz direkt in den Gaskammern

Gaskammern

::Die Räume, in denen in Auschwitz Menschen mit dem Giftgas → Zyklon B ermordet worden sind, die Gaskammern, wurden von der → SS in den Bauplänen meist „Leichenkeller“ genannt. Gaskammern gab es im Lagerkomplex Auschwitz an insgesamt sieben Stellen: Im → Krematorium I, in den umgebauten Bauernhäusern in Birkenau (→ Bunker Nr. 1 und → Bunker Nr. 2) und in den → Krematorien II bis V. Die Gaskammern hatten gasdichte Türen mit einem Guckloch, Vorrichtungen zum Einschütten von → Zyklon B (Einwurfluken) und teilweise auch Ventilationssysteme, um die Luft absaugen zu können. ermordet wurde, war für den Arbeitseinsatz bestimmt. In Arbeitskommandos mussten die Menschen für die Lagerverwaltung, SS-Wirtschaftsbetriebe und Privatfirmen Sklavenarbeit leisten. Von der SS und ihren Handlangern (Kapos) terrorisiert, kamen viele Häftlinge während der Arbeit in den Kommandos um. Durch die Zwangsarbeit und mangelnde Ernährung ausgezehrt und geschwächt, wurden viele Häftlinge als „arbeitsunfähig“ aussortiert und ermordet. Die SS führte regelmäßig „Selektionen“ durch und tötete alle, die in ihren Augen nicht mehr „arbeitseinsatzfähig“ waren. Für die SS hatten diese Menschen keinen Nutzen mehr. Daneben war und blieb die willkürliche Tötung einzelner Häftlinge mit allen nur denkbaren Mitteln und mit geradezu unvorstellbaren Methoden an der Tagesordnung.

Auschwitz II. Latrinenbaracke. Oświęcim, 1942-1945

© Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau


Auschwitz II. Innenansicht einer Häftlingsbaracke des Frauenlagers (BI). Oświęcim, 1945
Foto: St. Mucha

© Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau

Auschwitz I. Die Zivilkleidung der Häftlinge und Ermordeten wurde in der Effektenkammer aufbewahrt. Standfoto aus dem Dokumentarfilm der Roten Armee über die Befreiung des Lagers. Oświęcim, Januar 1945

© Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau


Auschwitz I. Koffer der Häftlinge und Ermordeten. Standfoto aus dem Dokumentarfilm der Roten Armee über die Befreiung des Lagers. Oświęcim, Januar 1945

© Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau

Häftlinge bei Straßenbauarbeiten im IG-Farbenkomplex

© Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau